Ein Angebot des Berufsbildungsverlags

Prüferqualifizierung nach DIN 33430 — mit Supervision

Weiterbildung für IHK-Prüfungsgremien, die diagnostische Qualität und professionelle Reflexion verbindet.

Prüfungen entscheiden über berufliche Wege. Damit diese Entscheidungen fair, nachvollziehbar und sicher getroffen werden, brauchen Prüfungsgremien klare Kriterien, diagnostische Sensibilität und Raum für Fallreflexion.

Für Prüfungsausschüsse, Aufgabenerstellungsausschüsse, Landesfachausschüsse, Schlichtungsausschüsse und Verantwortliche in der beruflichen Bildung.

Caspar Felix Hoffmann vor der Frankfurter Börse
DIN 33430EignungsdiagnostikPrüfungspraxisSupervisionIHK-Erfahrung

Gute Prüfungen brauchen gute Urteile: beobachtbar, begründbar, vergleichbar und professionell reflektiert.

Der besondere Ansatz

Unser USP: DIN 33430 plus Supervision

Das Angebot geht über klassische Prüferunterweisung hinaus. Es verbindet die Logik berufsbezogener Eignungsdiagnostik mit begleiteter Reflexion schwieriger Prüfungssituationen.

1. Qualitätsrahmen für Urteile

Die DIN 33430 liefert Orientierung für Anforderungsbezug, strukturierte Beobachtung, transparente Bewertung und nachvollziehbare Entscheidungen.

2. Supervision für die Ausschusspraxis

Konflikte, Grenzfälle, Beschwerden, Rollenfragen und Belastung werden nicht ausgeblendet, sondern professionell reflektiert.

3. Neues Format für IHK-Gremien

Die Kombination aus Diagnostik, Prüfungspraxis und Supervision macht Prüferqualifizierung anschlussfähig für Ehrenamt, Hauptamt und Ausschussarbeit.

Worum es geht

Weiterbildung und Supervision für bessere Prüfungsentscheidungen

Ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie beobachten, fragen nach, bewerten, beraten sich im Ausschuss und treffen Entscheidungen mit hoher Bedeutung für Prüfungsteilnehmende.

Prüferqualifizierung unterstützt IHKs dabei, diese Aufgabe fachlich sauber und menschlich sicher zu gestalten: mit Weiterbildung nach den Qualitätsprinzipien der DIN 33430 und mit Supervision für konkrete Fälle aus der Prüfungspraxis.

Drei Bausteine

Ein klares, hochwertiges Qualifizierungsformat

Eignungsdiagnostik

Prüfungsleistungen werden anhand nachvollziehbarer Anforderungen, Kriterien und Beobachtungen beurteilt — nicht aus dem Bauch heraus.

Berufspädagogik

Die Inhalte sind auf reale Prüfungssituationen ausgerichtet: mündliche Prüfungen, Fachgespräche, Projektarbeiten, AEVO-Prüfungen und Ausschussberatungen.

Supervision

Prüferinnen und Prüfer erhalten Raum, anspruchsvolle Situationen zu reflektieren, die eigene Rolle zu klären und Handlungsoptionen zu entwickeln.

Inhalte

Was Prüferinnen und Prüfer lernen

Die Qualifizierung ist modular angelegt und kann an Berufsgruppen, Prüfungsformen und vorhandene Prüferstrukturen angepasst werden.

1

Fair beurteilen

Anforderungen klären, Beobachtungen präzise formulieren und Bewertungen nachvollziehbar begründen.

  • Beobachten, Beschreiben und Bewerten unterscheiden
  • Bewertungskriterien schärfen
  • Prüfungsleistungen nachvollziehbar einordnen
2

Beurteilungsfehler vermeiden

Prüfungen sollen Leistung sichtbar machen — nicht Sympathie, Auftreten, Routine oder Vorannahmen.

  • Halo-Effekt, Strenge und Milde reflektieren
  • eigene Wahrnehmungsmuster prüfen
  • gemeinsame Maßstäbe im Ausschuss entwickeln
3

Prüfungsgespräche führen

Ein gutes Prüfungsgespräch ist klar strukturiert, fachlich angemessen und respektvoll.

  • Fragen stellen, ohne zu lenken
  • Nachfragen, ohne zu verunsichern
  • Gesprächsanteile sinnvoll verteilen
4

Ausschussarbeit stärken

Prüfungsentscheidungen entstehen im Ausschuss. Dafür braucht es Rollenklarheit, Standards und professionelle Kommunikation.

  • Rollen im Prüfungsgremium klären
  • abweichende Bewertungen besprechen
  • Dissens konstruktiv nutzen
5

Fallreflexion und Supervision

Schwierige Prüfungssituationen werden strukturiert reflektiert. Ziel ist professionelles Lernen, nicht Schuldzuweisung.

  • Konflikte im Ausschuss bearbeiten
  • Grenzentscheidungen einordnen
  • Beschwerden und Belastung reflektieren
6

Transfer in die IHK-Praxis

Die Weiterbildung wird so vorbereitet, dass sie zur jeweiligen Kammer, zu den Prüfungsformen und zu den Prüfergruppen passt.

  • Beispiele aus der beruflichen Bildung nutzen
  • Bewertungsraster einbeziehen
  • Praxisfälle der Teilnehmenden bearbeiten

Formate

Passend für Ihre IHK

Von einem kompakten Prüferabend bis zur fortlaufenden Supervision: Die Formate lassen sich einzeln buchen oder zu einer Qualifizierungsreihe verbinden.

Impuls

90 Minuten für Prüferabende, Ausschusstreffen oder regionale Veranstaltungen.

Halbtagesworkshop

Drei bis vier Stunden mit Input, Übungen und Fallarbeit.

Ganztagestraining

Vertiefte Qualifizierung mit Bewertungsübungen und Transfer.

Fallwerkstatt

Strukturierte Reflexion konkreter Prüfungssituationen.

Inhouse-Konzept

Passgenaue Konzeption für Berufe, Fortbildungsprüfungen oder Gremien.

Durchführung

Vor Ort, online oder hybrid

Die Prüferqualifizierung kann vor Ort bei Ihrer IHK, online oder hybrid durchgeführt werden. Für Online-Veranstaltungen können wir alfaview einsetzen.

Teilnehmende können alfaview installieren oder — sofern passend — über den Browser teilnehmen. Genauso möglich ist die Durchführung über das Videokonferenz- oder Lernplattform-Tool der jeweiligen IHK.

Ergebnis

Was Ihre Prüferinnen und Prüfer mitnehmen

Die Qualifizierung stärkt die Qualität der Prüfung, die Sicherheit der Prüfenden und das Vertrauen in das IHK-Prüfungswesen.

  • Anforderungen klarer benennen
  • Beobachtungen präziser formulieren
  • Bewertungen nachvollziehbarer begründen
  • Beurteilungsfehler bewusster vermeiden
  • Prüfungsgespräche strukturierter führen
  • schwierige Situationen professioneller reflektieren
  • im Ausschuss sicherer kommunizieren
  • Rollen und Maßstäbe gemeinsam klären
Caspar Felix Hoffmann im Porträt

Aus der Prüfungspraxis

Konzipiert und durchgeführt von Caspar Felix Hoffmann

Caspar Felix Hoffmann ist Berufspädagoge und Eignungsdiagnostiker. Er ist in der kammernahen Prüfungspraxis tätig, unter anderem als Prüfer, Aufgabenersteller und Sachverständiger.

Seine Arbeit verbindet Berufspädagogik, Personalwesen, berufsbezogene Eignungsdiagnostik, Mediation und Supervision. Diese Kombination ermöglicht einen besonderen Blick auf Prüferqualifizierung: fachlich fundiert, diagnostisch sauber, rechtlich sensibel und menschlich anschlussfähig.

Kurz gesagt: Prüferinnen und Prüfer lernen, gute Entscheidungen gut zu begründen.

Hinweis

Zur DIN 33430

Die Weiterbildung ist keine formale Personenzertifizierung nach DIN 33430. Sie überträgt zentrale Qualitätsprinzipien berufsbezogener Eignungsdiagnostik auf die Praxis ehrenamtlicher Prüfungsgremien.

Wer eine formale DIN 33430-Personenlizenzierung anstrebt, findet weiterführende Informationen im DIN 33430-Portal ↗.

FAQ

Häufige Fragen

Ist das Angebot nur für Prüfungsausschüsse gedacht?

Der Schwerpunkt liegt auf IHK-Prüfungsgremien. Das Angebot ist auch für Aufgabenerstellungsausschüsse, Landesfachausschüsse, Schlichtungsausschüsse und Verantwortliche in der beruflichen Bildung geeignet.

Geht es um Normenschulung oder um Prüfungspraxis?

Im Mittelpunkt steht die Prüfungspraxis. Die DIN 33430 dient als fachlicher Qualitätsrahmen für Beobachtung, Bewertung, Nachvollziehbarkeit und Reflexion.

Kann die Qualifizierung online durchgeführt werden?

Ja. Möglich sind Veranstaltungen vor Ort, online über alfaview oder über das Videokonferenztool der jeweiligen IHK.

Kontakt

Sie möchten Prüferinnen und Prüfer Ihrer IHK gezielt qualifizieren?

Gerne entwickeln wir ein passendes Format für Ihre IHK: als Impuls, Workshop, Training, Fallwerkstatt oder Supervision.

Kontakt: service@berufsbildungsverlag.de

Ihre Angaben werden zur Bearbeitung Ihrer Anfrage verwendet. Weitere Informationen finden Sie in den Datenschutzhinweisen.